Hot Springs National Park
Der nächste Stopp war ein Nationalpark, aber einer der ganz anderen Sorte, als wir es gewohnt waren aus dem Westen der USA. Hier ging es nicht nur um reine Naturerlebnisse, sondern er verband vor allem Geschichte und Wellness - und auch ein klein wenig Natur - miteinander. Inmitten des Ouachita-Gebirges gelegen, bietet dieser Nationalpark eine spannende Vergangenheit und die seltene Gelegenheit, direkt in die heilenden Thermalquellen einzutauchen. Vor allem gibt es hier historische Badehäuser zu bestaunen. Diese stehen im Fokus, nicht die Wanderwege durch die bewaldeten Hügel.
Der Hot Springs National Park
liegt direkt neben der Stadt Hot Springs, Arkansas, und ist somit einer der
wenigen Nationalparks, der sich mitten in einer Stadt befindet. Die Anreise ist
unkompliziert: Der Park ist etwa eine Stunde westlich von Little Rock und über
die gut ausgebauten Highways leicht erreichbar. Der
Park ist das ganze Jahr über geöffnet, und der Eintritt ist kostenlos.
Allerdings sind einige der historischen Badehäuser kostenpflichtig, wenn man
die Thermalbäder nutzen möchte. Das Visitor Center im Fordyce
Bathhouse bietet umfassende Informationen, geführte Touren und
Ausstellungen über die Geschichte der Gegend.
Der Hot Springs National Park ist einzigartig unter den Nationalparks der USA, da er die Heilquellen und deren Nutzung in den Mittelpunkt stellt. Schon die amerikanischen Ureinwohner kannten und nutzten die heißen Quellen, und seit den frühen 1800er Jahren entwickelte sich Hot Springs zu einem der bekanntesten Kurorte in Amerika. Die heilenden Eigenschaften des Wassers und die elegante Architektur der Badehäuser zogen Berühmtheiten und einfache Reisende gleichermaßen an. Mit einer Temperatur von etwa 62 Grad Celsius strömt das Wasser aus den Quellen - klar, rein und trinkbar.
Die Entwicklung von Hot Springs als Kurort begann im 19. Jahrhundert, und viele der ursprünglichen Badehäuser stehen noch heute. Diese Badehäuser, die entlang der Bathhouse Row liegen, sind nicht nur wunderschön restaurierte Beispiele für die Architektur des frühen 20. Jahrhunderts, sondern auch funktionierende Wellnesszentren, die Besucher dazu einladen, in die Geschichte einzutauchen und gleichzeitig moderne Anwendungen zu genießen.
Der Hot Springs National Park bietet eine Mischung aus Entspannung, Geschichte und Naturerlebnissen. Hier sind einige der Aktivitäten aufgelistet:
- Baden in den Thermalquellen im Buckstaff Bathhouse (traditionelle Kurbehandlung, wie sie seit 100 Jahren praktiziert wird) und im Quapaw Bathhouse (modernere Interpretation der Thermalkultur)
- Wandern in der Umgebung des Kurorts, z.B. zu den Hot Springs Mountain Tower oder auf dem Goat Rock Trail (v.a. im Herbst bzgl. Laubfärbung höchst interessant)
- Besuch im Fordyce Bathhouse, das heute als Besucherzentrum und Museum dient
- Picknicken und Natur genießen kann im Park am Gulpha Gorge
- Trinken von Thermalwasser aus den öffentlichen Zapfstellen (Wasser ist klar und reich an Mineralien und dieses "heilende Wasser" wird schon seit Jahrhundert geschätzt)
Gerade wenn man auf das Baden aus ist und in der Hochsaison reist, sollte man vorab reservieren. Auch handelt es sich hier um sehr heißes Wasser, wie oben geschildert. Das sollte man bedenken.

