Plantation Country am Mississippi

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Louisiana, mit seiner reichen Geschichte, seinen üppigen Landschaften und einzigartigen Kultur, hat uns auf unserem Roadtrip tief beeindruckt. Von den mystischen Sümpfen über prächtige Plantagen bis hin zu charmanten Städten, die den Geist der Südstaaten bewahren. Im Fokus standen dabei aber die Plantation, weshalb Louisiana durch unsere Route entlang des Flusslaufs des Mississippi v.a. als Plantation Country in Erinnerung blieb.

Aber zunächst begann die Tour in den geheimnisvollen Sümpfen des Jean Lafitte National Historical Park and Preserve. Bei einer geführten Swamp-Tour tauchten wir in die faszinierende Welt der Bayous ein. Die üppige Vegetation und das ruhige Wasser, das nur durch das gelegentliche Plätschern eines Alligators oder das Aufsteigen eines Fischadlers unterbrochen wurde, erzeugten eine fast magische Atmosphäre. Skurril war der Moment, als unser Guide uns erklärte, dass einige der Alligatoren auf die Geräusche bestimmter Bootsmotoren reagieren – als hätten sie ihre eigenen Stammgäste! Die Tour bot uns nicht nur einen einzigartigen Einblick in die Flora und Fauna der Region, sondern auch eine Gelegenheit, die Bedeutung des Lebens im Einklang mit der Natur zu verstehen. Ein absolutes Muss für Naturliebhaber und Abenteurer,  die den authentischen Süden erleben möchten.

Unsere nächste Station war dann auch die erste Plantage in unmittelbarer Nähe des Mississippis - die Oak Alley Plantation, eine der bekanntesten Plantagen in Louisiana. Schon der erste Anblick der prächtigen Eichenallee, die zum Hauptgebäude führt, versetzte uns in Staunen. Die 300 Jahre alten Bäume, die den Weg säumen, gaben uns das Gefühl, durch ein Portal in eine vergangene Ära zu schreiten. Im Inneren des Herrenhauses erhielten wir einen umfassenden Einblick in das Leben auf der Plantage, sowohl aus der Perspektive der Besitzer als auch der versklavten Menschen, die hier lebten und arbeiteten. Die Geschichte der Plantage ist faszinierend, aber auch tragisch. Skurril: Die Bäume der berühmten Allee sind älter als das Haus selbst! Es war ein bewegendes Erlebnis, das die Schönheit und den Schmerz der Vergangenheit vereint.

Weiter ging es zur Houmas Plantation, auch bekannt als "The Sugar Palace". Diese Plantage beeindruckte uns durch ihre Eleganz und den Luxus, der in jeder Ecke zu spüren war. Die Houmas war einst die größte Zuckerrohrplantage der Region, und der Reichtum, der durch die Zuckerproduktion entstand, spiegelt sich in der Pracht des Hauses wider. Die Führung durch das Haus war sehr informativ, und besonders beeindruckend fanden wir den Ballsaal, der uns das Gefühl gab, in einem Südstaatenfilm gelandet zu sein. Interessant war auch die Sammlung skurriler Artefakte aus der Zeit der Plantagen, darunter ein eigens für die Plantage gefertigter Kronleuchter aus lokalem Holz. Es war ein großartiger Ort, um den opulenten Lebensstil der Plantagenbesitzer zu verstehen, aber auch sie galt auch als Denkanstoß, um über die Geschichte der Zuckerproduktion und die Ausbeutung von Arbeitskräften nachzudenken.

In der Nottoway Plantation, der größten noch erhaltenen Plantage des Südens, verbrachten wir eine Nacht. Schon die Ankunft in dieser imposanten weißen Villa war ein Erlebnis für sich. Die weitläufigen Gärten und die luxuriösen Zimmer vermittelten uns das Gefühl, in eine andere Zeit versetzt worden zu sein. Die Führung durch das Haus offenbarte uns die außergewöhnliche Architektur und die bemerkenswerte Geschichte der Familie, die hier lebte. Besonders skurril fanden wir die Erzählung über die Geistergeschichten, die sich um die Plantage ranken – einige Gäste berichteten von unerklärlichen Geräuschen in der Nacht. Zum Glück blieb unsere Nacht ereignislos, aber die Vorstellung, in einem historischen Haus mit angeblicher paranormaler Aktivität zu übernachten, verlieh unserem Aufenthalt eine besondere Würze. Es war eine unvergessliche Übernachtung in einem Stück lebendiger Geschichte - absolut empfehlenswert!

Am nächsten Tag erreichten wir Baton Rouge, die Hauptstadt Louisianas. Diese Stadt bot uns eine Mischung aus Geschichte und Moderne. Die Stadt ist bekannt für ihr prächtiges Old State Capitol, ein gotisches Meisterwerk, das auf einem Hügel thront. Wir waren fasziniert von der Architektur des Gebäudes, das eher wie eine Kathedrale als ein Regierungsgebäude wirkt. Der Besuch des neuen State Capitol, dem höchsten Gebäude in Louisiana, bot uns eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt und den mächtigen Mississippi. Skurril: Das Capitol ist auch bekannt für den berüchtigten Mord am ehemaligen Gouverneur Huey P. Long, der noch heute viele Besucher anzieht.

Im Black Bayou Lake National Wildlife Refuge tauchten wir erneut in die Natur ein. Die weitläufigen Sümpfe und Seen boten uns die Möglichkeit, seltene Vögel, Alligatoren und andere Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Ein besonderes Erlebnis war der Spaziergang entlang des Boardwalks, der direkt über das Sumpfgebiet führte. Skurril fanden wir die Warnschilder, die uns vor "aggressiven" Schildkröten warnten – zum Glück blieben wir unbehelligt!

Der Weg am Mississippi nordwärts durch Louisiana bot uns eine Mischung aus Geschichte, Natur und Kultur. Von den geheimnisvollen Sümpfen über die prächtigen Plantagen bis hin zu charmanten Städten und unberührten Naturschutzgebieten – jeder Ort hatte seine eigene Geschichte und seinen eigenen Charme. Die Mischung aus Schönheit, Skurrilität und Geschichte machte diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis, das wir jedem Südstaatenliebhaber ans Herz legen können.


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